19 Nov

Stellungnahme – Geschlossener SWR Requisitenfundus

Das Thema Nachhaltigkeit ist in den vergangenen Tagen aus den medienjournalisitischen Redaktionen nicht weg
zu denken. Mit den neuen ökologischen Mindeststandards in Deutschland haben wir einen weiteren Schritt
dafür getan, dass auch die Medienbranche die angestrebte Klimaneutralität der Bundesregierung aktiv umsetzen
wird. In starkem Kontrast hierzu steht allerdings die Realität, dass seit Sommer mehrere Sprinter pro Filmprojekt Requisiten aus Köln und München abholen oder in speziellen Fällen gar in Hamburg oder Berlin Möbel abholen. Ursächlich für diesen Ressourcen Verschwendung ist die Schließung des SWR Fundus in Baden-Baden.

Seit einigen Monaten steht der Fundus mit seinen mehreren Millionen Leihartikeln keinen externen Produktionen mehr offen. Wo bisher die gesamte Filmbranche aus Baden-Württemberg und den angrenzenden Ländern geliehen hat, müssen nun Fundus in München oder Köln herhalten. Dies hat zur Folge, dass mehrere alle freien Produktionen oder auch Kinokoproduktionen mit dem SWR, nun erheblich mehr Aufwand betreiben müssen, zusätzliche Kosten haben und sich daher auch umgehend bei den einschlägigen Branchenverbänden gemeldet haben.

Gerade in den ohnehin Personell oft knapp besetzten Szenenbild Department bedeutet das eine enorme Kapazitätenbindung von Fahrer:innen und Fahrzeugen. Freie Produzent:innen haben ohnehin mit knappen Budgets zu kämpfen, müssen Arbeitstage, Personal und Fahrzeuge sparen – welche Auswirkungen die Schließung hat versuchen wir hier zu verdeutlichen:

Jemand muss die Artikel des Fundus besichtigen, auswählen und für die Angebotserstellung in der Regel vor Ort zusammensuchen. Dann werden die Artikel von der/dem Requisitenfahrer:in abgeholt, teilweise auch in Etappen pro Drehwoche, um beim leihen Geld zu sparen. Parallel wird in Etappen zurückgeliefert, all das passiert meistens mit einem großen Sprinter mit Kofferaufbau oder bei größeren Produktionen mit einem 7,5T LKW. Wie viele tausend zusätzlichen Kilometer dadurch anfallen müsste man pro Projekt betrachten, die Zahlen dürften aber immens sein und das schlägt sich dann auch in der ab 01.01.2021 vom Bund verpflichtend geforderten CO2 Bilanz nieder.

Selbst im benachbarten Ausland schlägt die Schließung Wellen: Die Agence Culturel Grand-Est hatte
sich umgehend gemeldet, es gibt mehrere Produktionen, die nun in Paris Requisiten leihen müssen, statt im grenznahen Baden-Baden. Und auch der französische Verband der Szenenbildner:Innen bedauert diese Entscheidung sehr und betont, auch die Konsequenzen in der Branche, die durch die Schließung folgen, nochmals genau zu prüfen.

Vordergründig stand zunächst eine zu dünne Personaldecke als Argument im Raum; wer sich aber auskennt, weiß, dass andere Landessender sich keinen eigenen Fundus mehr leisten. Unsere Befürchtung war, dass mittelfristig gar
kein eigener Fundus mehr betrieben werden soll, im Zuge einer Sparpolitik. Und tatsächlich klingt die Antwort auf unsere Stellungsnahme seitens SWR Intendant Kai Gniffke alles andere als rosig:

Wie Sie vielleicht wissen, befindet sich der SWR in einem tiefgreifenden digitalen Transformationsprozess, der alle Bereiche in unserem Sender betrifft. […]
Dazu gehört auch, dass im Rahmen dieses Prozesses regelmäßig Dienstleistungen hinterfragt werden, die durch den technologischen Fortschritt insbesondere im Produktionsbereich nicht mehr oder nur noch in geringem Maße erforderlich sind. Deshalb wollen und müssen wir uns auch mit dem Bereich Ausstattung und der bestehenden Infrastruktur näher befassen. Eine Entscheidung ist hier noch nicht gefallen. […]
Aber es liegt auf der Hand, dass wir zukünftig keine Anfragen von Dritten mehr bedienen können, wenn wir unsere Werkstattbereiche schließen.

Kai Gniffke, Intendant SWR

Mit dem Fundus könnte der SWR aktiv, nachhaltig in die Branche hinein wirkt und dies eben nicht nur durch
ausgestaltung grüner Vertragskriterien für Produzent:innen tun. Es klingt aber sehr deutlich so, als ob die Zeiten des Fundus gezählt sind und definitiv auch keine Drittprojekte mehr bedient werden können. SWR Intern wird wohl derzeit vieles auf die Waage gestellt und abgewägt, so zum Beispiel auch die szenischen Eigenproduktionen. Weitere Entscheidungen hierzu sollen aber erst im kommenden Jahr folgen.

Dies Entscheidung bedeutet nun, dass man ab sofort privatwirtschaftlich organisierte Fundus nutzen müsste, diese Angebote gibt es in Baden-Württemberg aber nicht. Selbst im Kamera- und Lichtbereich schaffen es die existierenden Verleiher gerade so, sich mit den Projekten über Wasser zu halten und diese benötigen deutlich weniger Lagerfläche und Infrastruktur. Ein privatwirtschaftlicher Fundus wäre in Baden-Württemberg derzeit nicht lukrativ zu betreiben, bei der geringen Menge an Projekten.

Aus produzentischer Sicht wird es in jeden Fall teurer werden, da der SWR Fundus eine attraktivere Preisgestaltung hatte und ein privater Fundus sich erstmal finanziell tragen können muss. Temporär bedeutet dies auch, dass viele Produzent:innen, die mit der Leihe aus dem Fundus auch ihre Regionaleffekte bei der Förderung bedienen wollten, umdisponieren müssen und die Szenenbildner:innen keine spontanen Problemlösungen mehr vor Ort bekommen, sondern alles angefahren werden muss, im Zweifel aus Köln.

2018 waren wir mit dem FVSW Filmstammtisch im SWR Fundus zu Gast.

Aus der Filmkonzeption der Landesregierung wissen wir, der Filmstandort Baden-Württemberg strukturell sehr viel schwächer aufgestellt ist als andere vergleichbare Standorte. Der SWR hat als Landessender dabei auch eine gewisse Verantwortung für die Branche in der Region – und mit der Schließung des Fundus wird der
Standort für Produktionen nur noch weiter geschwächt. Und das betrifft nicht nur Baden-Württemberg, sondern auch den grenznahen Raum, der Eurometropole Straßburg und der Region Grand-Est.

Um den Bogen zurück zu den Ökologischen Mindeststandards zu machen, dort gibt es folgendes Kriterium:

Kulissen, Dekorationsobjekte und Materialien sollen mehrfach verwendet werden.
Dies kann z.B. durch Lagerhaltung, Leih-Miete oder Second-Hand-Nutzung geschehen.
Eine Kreislaufwirtschaft wird angestrebt.

Kriterienkatalog, Ökologische Mindeststandards

Vielleicht sollte man ergänzen: … zumindest in Theorie.

Wir hoffen, dass die Beteiligten sich der Tragweite für die regionale Filmwirtschaft bewusst sind und versuchen, einen Dialog zur Lösungsfindung anzuregen. Baden-Württemberg braucht einen Fundus!

Getragen wurde unsere Stellungnahme von folgenden Partnern:

Association des Décorateurs de Cinéma (ADC)
adcine.com
Association Métiers associés du décor (MAD)
mad-asso.com
Bundesverband Green Film & TV Consultants (GCD)
bvgcd.de


Filmverband Südwest (FVSW)
fvsw.de

Produzentenverband
produzentenverband.de


Verband der Requisite & Setdecoration  (VdRSD)
vdr-sd.de

ver.di-Baden-Württemberg, Fachbereich Medien, Kunst und Industrie
medien-kunst-industrie-bawue.verdi.de

 
Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild (VSK)
v-sk.de

05 Nov

23. November – Filmstammtisch Baden-Baden

Sehr geehrte, liebe Filmschaffende,
wir freuen uns sehr, dass das Fernsehfilmfestival nach einem Jahr Pause wieder als Präsenz-
veranstaltung in Baden-Baden stattfindet. Aus diesem Grund laden wir Sie zu unserem tradi­tionellen Branchentreff im Rahmen des FernsehfilmFestivals (22. bis 26. November 2021) – auch im Namen der FernsehfilmFestival-Leitung und des Filmverband Südwest – sehr herzlich ein:

Dienstag, 23. November 2021, ab 20.15 Uhr
Kurhaus Baden-Baden (Oberes Foyer), Kaiserallee 1, 76530 Baden-Baden

Vor unserem Branchentreff wird ab 18.00 Uhr der Wettbewerbsfilm „Polizeiruf 110 – Bis Mitternacht“ gezeigt. Selbstverständlich sind Sie auch hierzu sowie der anschließenden Jurydiskussion um 19.30 Uhr eingeladen. Falls Sie daran teilnehmen möchten, vermerken Sie dies bitte zwingend bei Ihrer Anmeldung.

Ab 17.00 Uhr findet – ebenfalls im Kurhaus – ein CinEuro Grundlagenworkshop zum Thema Green Shooting statt, zu dem die MFG Baden-Württemberg und CinEuro Oberrhein einladen.

Der Workshop ist kostenfrei und dauert bis ca. 19.30 Uhr. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Informationen und Anmeldung unter greenshooting@mfg.de.

Der Branchentreff (sowie das gesamte FernsehfilmFestival) findet unter Beachtung der 2G-Regeln (geimpft oder genesen) statt. Wir benötigen daher von Ihnen beim Einlass den Nachweis über Ihren Status.

Ihre verbindliche Anmeldung erwarten wir mit Angabe Ihres Namens, Firma / Tätigkeit / Gewerk und Kontaktdaten an film@baden-baden.com bis spätestens Donnerstag, 18. November 2021.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Ihre

Nora Waggershauser
Geschäftsführerin

und

Simone Schmidt
Projektleitung

FilmCommission Baden-Baden/Karlsruhe
Eine Einrichtung der
Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH
Schloss Solms, Solmsstraße 1
76530 Baden-Baden

21 Okt

Filmstammtisch Bodensee / Schwarzwald

Zum ersten Mal haben wir auch im Schwarzwald eine Veranstaltung zur Vernetzung regionaler Filmschaffender abgehalten. In einer Kooperation mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und der Filmcommission Bodensee luden wir auf das Schloss Blumenfeld im Städtchen Tengen.

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21 Okt

Branchentreffen VR / XR in den Black Forest Studios

Die MFG Baden-Württemberg lud im Rahmen von CinEuro in die neuen Black Forest Studios bei Freiburg zum VR/XR Event ein.

Als assoziierte Partner des grenzüberschreitenden Interreg-Projektes CinEuro Oberrhein waren wir zu dem Branchentreff der MFG Baden-Württemberg eingeladen, dabei ging es über technische Möglichkeiten und erzählerische Formate im VR/XR Anwendungsbereich. Location waren die nagelneuen Black Forest Studios in Kirchzarten, lest hier mehr über den Event und die Studios.

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14 Sep

Filmstammtisch Stuttgart / Herbstfest bei Media Sue

Wir laden euch herzlich ein, gemeinsam mal wieder etwas Zeit miteinander zu verbringen und sich in Person auszutauschen mit anderen Filmschaffenden aus der Region. Nach der langen Pause möchten wir euch mit etwas Abwechslung überraschen:

Moritz Schreiner (u.a. FVSW-Gründer) hat dankenswerterweise seinen Innenhof zur Verfügung gestellt und würde uns dort zu einem kleinen Herbstfest begrüßen. Neben netter Gespräche gibt es Getränke und auch einen Grill, den wir fleißig befeuern möchten. Die limitierten Platzkapazitäten machen es notwendig, dass ihr euch für die Veranstaltung anmelden müsst – Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

ANMELDUNG

Aufgrund der weiterhin geltenden Corona-Verordnung werden wir vor Ort die 3G’s (geimpft, genesen, getestet) von euch einfordern – beziehungsweise euch informieren, falls sich an den Vorschriften für die Veranstaltung etwas ändern sollte.

Filmstammtisch Stuttgart
Termin: Freitag, 01. Oktober 2021 – ab 16.00 Uhr
Adresse: MEDIA SUE GmbH, Rotenwaldstr. 84a, 70197 Stuttgart

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Film Commission Region Stuttgart
MEDIA SUE GmbH
Filmverband Südwest e.V.

08 Jul

02.08.2021 – Filmstammtisch Baden-Baden mit Kinopremiere von ALBTRÄUMER

Es geht wieder los! Wir können uns wieder persönlich treffen und austauschen! Wir freuen uns sehr, Euch auch in diesem Jahr, gemeinsam mit dem Filmverband Südwest, in das Mondkino im Rosenneuheitengarten Baden-Baden zu unserem Filmstammtisch mit einer ganz besonderen Filmpremiere einladen zu können.

Die Baden-Badener kurhaus production hat im Sommer 2019 rund um Baden-Baden, Rastatt und im Murgtal den MFG-geförderten Spielfilm „Albträumer“, das Langfilmdebüt von Philipp Klinger gedreht. Der Film handelt von der 17-jährigen Rebekka (Sarah Mahita), für die ihre heile Dorfwelt seit dem Selbstmord ihres Bruders zusammengebrochen ist. Über dessen besten Freund, den Außenseiter Vincent (Béla Gabor Lenz) findet sie endlich einen Zugang zu ihrem Schmerz und mehr über die Wahrheit heraus. 

Die Baden-Württemberg-Premiere von „Albträumer“ sehen wir uns im Mondkino im Rosenneuheitengarten Baden-Baden an. Das Sommer-Open-Air-Kino des moviac Kinos steht uns an diesem Abend exklusiv zur Verfügung. Dadurch können die Corona- bedingten Abstände problemlos eingehalten werden. Wir empfehlen einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen und falls der Sicherheits­abstand nicht eingehalten werden kann, auch zu tragen.

Wir starten um 19.30 Uhr mit dem gemütlichen Beisammensein, nehmen uns Zeit für Gespräche und natürlich auch einem gemeinsamen Glas Wein. Der Film beginnt bei Einsetzen der Dämmerung, gegen 21.00 Uhr. Es werden der Regisseur Philipp Klinger, die Verantwortlichen von kurhaus production sowie Vertreter der MFG Filmförderung anwesend sein.

Filmstammtisch Baden-Baden #6
Termin:     Montag, 02. August 2021

19.30 Uhr: Begrüßung, Filmgespräch und Networking
20.45 Uhr: Vorführung „Albträumer“ – anschließend lockeres Beisammensein.

Adresse: Mondkino, Moltkestraße 3, 76530 Baden-Baden

Wichtig: Bitte bringt Decken und Sitzkissen mit, da die Rasenflächen nicht bestuhlt sind. Es gibt zwar einige wenige Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse, die aber nicht ausreichen werden.

Um Euch anzumelden, schickt einfach eine kurze E-Mail mit Betreff „Filmstammtisch Baden-Baden“, Eurem Namen, Firma/Tätigkeit/Gewerk, Telefonnummer an film@baden-baden.com.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Filmcommission Baden-Baden / Stadtmarketing Baden-Baden
Kinokontor / Moviac Kino, Baden-Baden
Kurhaus Production
UCM.ONE
Filmverband Südwest e.V.

11 Apr

Filmverband Südwest startet mit neuem Vorstand

Der Filmverband Südwest hat Mitte März seine jährliche Hauptversammlung abgehalten. Nach einem von Corona geprägten Ausnahmejahr gab es den Mitgliedern etliches Neue zu berichten und die Wahl des neuen Vorstands kam zu einem spannenden und begrüßenswerten Endergebnis.

Maximilian Höhnle hat im vergangenen Jahr aufgrund einer beruflichen Neuorientierung seinen Posten als Erster Vorstand abgegeben. Maximilian hat in den vergangenen Jahren den Verband geprägt und in sehr vielen Punkten vorangebracht. Es ist natürlich ein großer Verlust für einen Verband, ein so aktives und gut vernetztes Mitglied aus dem Vorstand verabschieden zu müssen.

Nicht weniger schmerzlich ist auch das Ausscheiden von Kameramann Notker Mahr, der ebenfalls langjähriges Vertrauen als Vorstand genoss und sich federführend vor allem um die setUP media und die Filmschau BW-Kooperation kümmerte.Ein Gründungsmitglied des Verbands ist bei der aktuellen Wahl ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden: Bernd Schmidt, Geschäftsführer des Technikverleihs Licam, ist seit Tag eins im Filmverband und war ein Jahr im Vorstand. Er war vor allem politisch sehr aktiv und begleitete als Vorstand hauptsächlich die Treffen mit Förderern und Politiker*Innen.
Alle drei bleiben dem Verband natürlich erhalten, haben in Zukunft dann aber vielleicht den ein oder anderen Abend pro Woche ohne ehrenamtliche Zoom-Konferenz. An dieser Stelle nochmal Dankeschön für Euer Engagement und die tolle Arbeit, die Ihr geleistet habt.

Nun aber zur Zukunftsperspektive: Der Vorstand des Filmverbands war in den vergangenen Jahren immer deutlich von der Männerwelt geprägt. Einzig die Anwesenheit von East End Filmproduzentin Elaine Niessner hat jahrelang für die deutlich notwendige weibliche Perspektive gesorgt. Doch nun bekommt sie tatkräftige Unterstützung: Sabine Mahr-Haigis tritt quasi die Nachfolge ihres Ehemanns Notker im Vorstand an. Als ebenfalls langjähriges FVSW-und BFS-Mitglied und setUPmedia Mit-Organisatorin, kennt sie die Verbandswelt sehr gut und repräsentiert als Editorin den Bereich Postproduktion, der im Vorstand bisher nicht vertreten war.

Ebenfalls neu im Vorstand ist Iris Aipperspach. Nach ihrem Studium an der Hochschule der Medien heuerte sie beim Stuttgarter Kameraverleih Licam an. Neben dem Rentalgeschäft hat sie im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Green Consultant absolviert und wird mit ihrem Dienstleister-Know how den bisherigen Vorstand ideal ergänzen.

Als drittes neues Vorstandsmitglied wurde Johannes Gall gewählt, Johannes ist ein multimediales Talent, arbeitet nicht nur als Aufnahmeleiter, Hygieneberater und Green Consultant am Spielfilm-Set, sondern produziert zusätzlich mit seiner Agentur “Green Medien” Werbefilme nach ökologisch nachhaltigen Maßstäben. Durch seinen Podcast “Setfunk 5” betreibt er schon seit über vier Jahren Nachwuchsförderung im Film- und Medienbereich. Im vergangenen Jahr hat er gezeigt, dass er im erweiterten Vorstand eine super Arbeit leistet und mit viel Engagement bei der Sache ist. Darum sind wir froh, ihn nun als „vollwertigen“ Vorstand in unseren Reihen zu haben.

Im Amt des ersten Vorstands löst Fabian Linder die Interimsvorsitzende Elaine Niessner ab, die als reguläres Mitglied dem Vorstand erhalten bleibt. Neben seiner produzentischen Tätigkeit bei “Achtung Panda!”, arbeitet er als freier Green Consultant (u.a. im SWR) und doziert an verschiedenen Filmschulen in diesem Bereich. In den vergangenen Jahren organisierte er unsere Filmstammtische außerhalb Stuttgarts und ist seit zwei Jahren im Vorstand des Filmverbands.

Medienproducer Christian Alex ist auch weiterhin als Kassenwart im Vorstand des Verbands, er bekleidet diesen Posten bereits seit der Gründung und ist angesichts seiner super Arbeit und der guten Struktur auch das Rückgrat unseres Verbands.

Es sind einige neue Gesichter in den Vorstand hinzugekommen, aber genauso viele vertraute Gesichter verblieben. Wir freuen uns darauf, neue Perspektiven und neue Themen im Verband in den kommenden 12 Monaten anzugehen. Mit der neuen Legislaturperiode und der Aufbruchstimmung im SWR ist auf jeden Fall der Boden bereitet, um den Standort weiter nach vorne zu bringen, auch trotz der Pandemie.

09 Mrz

Landtagswahl BW – medienpolitische Fragerunde

Der Filmverband Südwest hat zur Landtagswahl mit den Parteien über aktuellen medienpolitische Themen gesprochen. Bei der Auswahl der Themen wurde mit AG DOK Südwest, SPIO und Verdi zusammen gearbeitet. Natürlich gäbe es noch mehr relevante Themen, aber wir glauben, eine gute Übersicht gegeben zu haben. Viel Spaß mit den Interviews.

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23 Jan

Viele blaue Herzen gehen nach Baden-Württemberg.

Die 42. Edition des Max Ophüls Preis ist in den Geschichtsbüchern, großer Gewinner war dabei ein Spielfilm aus Baden-Württemberg: BORGA – mit vier Preisen, unter anderem „bester Spielfilm“. Und auch im Dokumentarfilm räumte eine Baden-Württemberger Produktion ab: DEAR FUTURE CHILDREN.
Und auch der Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite. Das Filmakademie Baden-Württemberg Projekt, der Mittellangfilm TALA’VISION von Murad Abu Eisheh – gewann beide Mittellangfilm Preise.
Gratulation den Gewinner*Innen!

21 Dez

Nachgefragt: Landesregierung beteiligt sich nicht am Ausfallfond?

Derzeit sind wir dabei, uns die Hintergründe zu erarbeiten, warum die Landesregierung sich bisher nicht an den Ausfallfonds I & II des Bundes beteiligt. In allen Publikationen und Presseartikeln wird Baden-Württemberg ausgeklammert – was bedeutet das regionale Produzent*Innen nicht berechtigt sind, Mittel zu beantragen.
Dies hat zur Folge, dass Show, Doku und Fiktionale Produzent*Innen den Großteil des Risikos tragen, im Falle das ein Dreh unterbrochen oder abgebrochen werden muss. An einem Standort, der ohnehin nicht im Übermaß Produktionen beherbergt bedeutet das im Zweifelsfall weitere Projektabsagen.
Laut unseren Informationen war die Beteiligung bereits verhandelt, warum der Ausfallfond von Baden-Württemberg bisher noch nicht ratifiziert wurde ist derzeit unklar.
Hier eine weitere Stellungnahme der Produzenten Allianz

UPDATE:
Auf eine unserer Nachfragen haben wir nun eine knappe Antwort erhalten, die aber darauf schließen lässt, dass Baden-Württemberg sich bei den Ausfallfonds beteiligt. Der Prozess aber zeitintensiver ist und die Publikation somit einstweilig ohne Baden-Württembergische Beteiligung erfolgte. Auf ihrem Social Media Kanal ließ Staatssekretärin Petra Olschowski kommunizieren:

„Wir sehen die Wichtigkeit eines Ausfallfonds für Film- und Fernsehproduzenten, da diese bei den entsprechenden Versicherungen keine coronabedingten Ausfälle geltend machen können und auch die Sender hier nur bedingt abfedern können. Das Land Baden-Württemberg hat sich von Anfang an bei der Konzeption beider nun existierender Ausfallfonds intensiv beteiligt und hat u.a. mit dafür gesorgt, dass im sogenannten Ausfallfonds II auch der Animationsfilm nun mit eingeschlossen ist. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer baldigen Beteiligung des Landes an den beiden entsprechenden Ausfallfonds von Bund und Ländern. “

Petra Olschowski, 21.12.20202 – Facebook

Wir sind erleichtert zu hören, dass es sich wohl nur um Verzögerungen handelt und die beteiligten Ministerien sich auch der Wichtigkeit dieses Fonds bewusst sind. Mit diesem positiven Signal lassen sich hoffentlich die Feiertage und der Start ins neue Jahr deutlich entspannter angehen.