11 Apr

Filmverband Südwest startet mit neuem Vorstand

Der Filmverband Südwest hat Mitte März seine jährliche Hauptversammlung abgehalten. Nach einem von Corona geprägten Ausnahmejahr gab es den Mitgliedern etliches Neue zu berichten und die Wahl des neuen Vorstands kam zu einem spannenden und begrüßenswerten Endergebnis.

Maximilian Höhnle hat im vergangenen Jahr aufgrund einer beruflichen Neuorientierung seinen Posten als Erster Vorstand abgegeben. Maximilian hat in den vergangenen Jahren den Verband geprägt und in sehr vielen Punkten vorangebracht. Es ist natürlich ein großer Verlust für einen Verband, ein so aktives und gut vernetztes Mitglied aus dem Vorstand verabschieden zu müssen.

Nicht weniger schmerzlich ist auch das Ausscheiden von Kameramann Notker Mahr, der ebenfalls langjähriges Vertrauen als Vorstand genoss und sich federführend vor allem um die setUP media und die Filmschau BW-Kooperation kümmerte.Ein Gründungsmitglied des Verbands ist bei der aktuellen Wahl ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden: Bernd Schmidt, Geschäftsführer des Technikverleihs Licam, ist seit Tag eins im Filmverband und war ein Jahr im Vorstand. Er war vor allem politisch sehr aktiv und begleitete als Vorstand hauptsächlich die Treffen mit Förderern und Politiker*Innen.
Alle drei bleiben dem Verband natürlich erhalten, haben in Zukunft dann aber vielleicht den ein oder anderen Abend pro Woche ohne ehrenamtliche Zoom-Konferenz. An dieser Stelle nochmal Dankeschön für Euer Engagement und die tolle Arbeit, die Ihr geleistet habt.

Nun aber zur Zukunftsperspektive: Der Vorstand des Filmverbands war in den vergangenen Jahren immer deutlich von der Männerwelt geprägt. Einzig die Anwesenheit von East End Filmproduzentin Elaine Niessner hat jahrelang für die deutlich notwendige weibliche Perspektive gesorgt. Doch nun bekommt sie tatkräftige Unterstützung: Sabine Mahr-Haigis tritt quasi die Nachfolge ihres Ehemanns Notker im Vorstand an. Als ebenfalls langjähriges FVSW-und BFS-Mitglied und setUPmedia Mit-Organisatorin, kennt sie die Verbandswelt sehr gut und repräsentiert als Editorin den Bereich Postproduktion, der im Vorstand bisher nicht vertreten war.

Ebenfalls neu im Vorstand ist Iris Aipperspach. Nach ihrem Studium an der Hochschule der Medien heuerte sie beim Stuttgarter Kameraverleih Licam an. Neben dem Rentalgeschäft hat sie im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Green Consultant absolviert und wird mit ihrem Dienstleister-Know how den bisherigen Vorstand ideal ergänzen.

Als drittes neues Vorstandsmitglied wurde Johannes Gall gewählt, Johannes ist ein multimediales Talent, arbeitet nicht nur als Aufnahmeleiter, Hygieneberater und Green Consultant am Spielfilm-Set, sondern produziert zusätzlich mit seiner Agentur “Green Medien” Werbefilme nach ökologisch nachhaltigen Maßstäben. Durch seinen Podcast “Setfunk 5” betreibt er schon seit über vier Jahren Nachwuchsförderung im Film- und Medienbereich. Im vergangenen Jahr hat er gezeigt, dass er im erweiterten Vorstand eine super Arbeit leistet und mit viel Engagement bei der Sache ist. Darum sind wir froh, ihn nun als „vollwertigen“ Vorstand in unseren Reihen zu haben.

Im Amt des ersten Vorstands löst Fabian Linder die Interimsvorsitzende Elaine Niessner ab, die als reguläres Mitglied dem Vorstand erhalten bleibt. Neben seiner produzentischen Tätigkeit bei “Achtung Panda!”, arbeitet er als freier Green Consultant (u.a. im SWR) und doziert an verschiedenen Filmschulen in diesem Bereich. In den vergangenen Jahren organisierte er unsere Filmstammtische außerhalb Stuttgarts und ist seit zwei Jahren im Vorstand des Filmverbands.

Medienproducer Christian Alex ist auch weiterhin als Kassenwart im Vorstand des Verbands, er bekleidet diesen Posten bereits seit der Gründung und ist angesichts seiner super Arbeit und der guten Struktur auch das Rückgrat unseres Verbands.

Es sind einige neue Gesichter in den Vorstand hinzugekommen, aber genauso viele vertraute Gesichter verblieben. Wir freuen uns darauf, neue Perspektiven und neue Themen im Verband in den kommenden 12 Monaten anzugehen. Mit der neuen Legislaturperiode und der Aufbruchstimmung im SWR ist auf jeden Fall der Boden bereitet, um den Standort weiter nach vorne zu bringen, auch trotz der Pandemie.

09 Mrz

Landtagswahl BW – medienpolitische Fragerunde

Der Filmverband Südwest hat zur Landtagswahl mit den Parteien über aktuellen medienpolitische Themen gesprochen. Bei der Auswahl der Themen wurde mit AG DOK Südwest, SPIO und Verdi zusammen gearbeitet. Natürlich gäbe es noch mehr relevante Themen, aber wir glauben, eine gute Übersicht gegeben zu haben. Viel Spaß mit den Interviews.

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23 Jan

Viele blaue Herzen gehen nach Baden-Württemberg.

Die 42. Edition des Max Ophüls Preis ist in den Geschichtsbüchern, großer Gewinner war dabei ein Spielfilm aus Baden-Württemberg: BORGA – mit vier Preisen, unter anderem „bester Spielfilm“. Und auch im Dokumentarfilm räumte eine Baden-Württemberger Produktion ab: DEAR FUTURE CHILDREN.
Und auch der Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite. Das Filmakademie Baden-Württemberg Projekt, der Mittellangfilm TALA’VISION von Murad Abu Eisheh – gewann beide Mittellangfilm Preise.
Gratulation den Gewinner*Innen!

21 Dez

Nachgefragt: Landesregierung beteiligt sich nicht am Ausfallfond?

Derzeit sind wir dabei, uns die Hintergründe zu erarbeiten, warum die Landesregierung sich bisher nicht an den Ausfallfonds I & II des Bundes beteiligt. In allen Publikationen und Presseartikeln wird Baden-Württemberg ausgeklammert – was bedeutet das regionale Produzent*Innen nicht berechtigt sind, Mittel zu beantragen.
Dies hat zur Folge, dass Show, Doku und Fiktionale Produzent*Innen den Großteil des Risikos tragen, im Falle das ein Dreh unterbrochen oder abgebrochen werden muss. An einem Standort, der ohnehin nicht im Übermaß Produktionen beherbergt bedeutet das im Zweifelsfall weitere Projektabsagen.
Laut unseren Informationen war die Beteiligung bereits verhandelt, warum der Ausfallfond von Baden-Württemberg bisher noch nicht ratifiziert wurde ist derzeit unklar.
Hier eine weitere Stellungnahme der Produzenten Allianz

UPDATE:
Auf eine unserer Nachfragen haben wir nun eine knappe Antwort erhalten, die aber darauf schließen lässt, dass Baden-Württemberg sich bei den Ausfallfonds beteiligt. Der Prozess aber zeitintensiver ist und die Publikation somit einstweilig ohne Baden-Württembergische Beteiligung erfolgte. Auf ihrem Social Media Kanal ließ Staatssekretärin Petra Olschowski kommunizieren:

„Wir sehen die Wichtigkeit eines Ausfallfonds für Film- und Fernsehproduzenten, da diese bei den entsprechenden Versicherungen keine coronabedingten Ausfälle geltend machen können und auch die Sender hier nur bedingt abfedern können. Das Land Baden-Württemberg hat sich von Anfang an bei der Konzeption beider nun existierender Ausfallfonds intensiv beteiligt und hat u.a. mit dafür gesorgt, dass im sogenannten Ausfallfonds II auch der Animationsfilm nun mit eingeschlossen ist. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer baldigen Beteiligung des Landes an den beiden entsprechenden Ausfallfonds von Bund und Ländern. “

Petra Olschowski, 21.12.20202 – Facebook

Wir sind erleichtert zu hören, dass es sich wohl nur um Verzögerungen handelt und die beteiligten Ministerien sich auch der Wichtigkeit dieses Fonds bewusst sind. Mit diesem positiven Signal lassen sich hoffentlich die Feiertage und der Start ins neue Jahr deutlich entspannter angehen.

15 Aug

17.08.2020 – Filmstammtisch Baden-Baden mit Kinopremiere

Ganz herzlich laden wir Euch zu unserem ersten physischen Filmstammtisch Baden-Baden ein, der nicht nur in einer tollen Location sondern auch mit einer besonderen Kinopremiere stattfindet. ARTE hat eine 8-teilige Webserie produziert, die von Florianfilm umgesetzt und von der MFG gefördert wurde. In „Gesichter der Flucht – Geschichten vom Gehen und Ankommen“ erzählen acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern von Flucht und vom Neubeginn in einem fremden Land. Ihre Fluchterfahrungen reichen von 1945 bis heute.

Die Langfassung von ca. 60 Minuten sehen wir uns im Mondkino im Rosenneuheitengarten Baden-Baden an. Das Sommer-Open-Air-Kino des moviac Kinos steht uns an diesem Abend exklusiv zur Verfügung. Dadurch können die Corona-bedingten Abstände problemlos eingehalten werden. Wir empfehlen einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen und falls der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, auch zu tragen!

Wir starten um 19.00 Uhr mit dem gemütlichen Beisammensein, nehmen uns Zeit für Gespräche und natürlich auch einem gemeinsamen Glas Wein. Der Film beginnt bei Einsetzen der Dämmerung, gegen 20.30 Uhr. Es werden u.a. die Autoren, die Protagonisten, die Verantwortlichen von ARTE und vom SWR sowie voraussichtlich ein Vertreter der MFG Filmförderung anwesend sein.

Filmstammtisch Baden-Baden #5
Termin:     Montag, 17. August 2020

19.00 Uhr: Begrüßung, Filmgespräch und Networking
20.30/20.45 Uhr: Vorführung „Gesichter der Flucht“

Moderation: Khalil Khalil
Anschließend lockeres Beisammensein

Adresse:    Mondkino, Moltkestraße 3, 76530 Baden-Baden
Für Snacks und Getränke ist gesorgt, der Eintritt ist frei.

Wichtig: Bitte bringt Decken und Sitzkissen mit, da die Rasenflächen nicht bestuhlt sind. Es gibt zwar einige wenige Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse, die aber nicht ausreichen werden.

Um Euch anzumelden, schickt einfach eine kurze E-Mail mit Betreff „Filmstammtisch Baden-Baden“, Eurem Namen, Firma/Tätigkeit/Gewerk, Telefonnummer an film@baden-baden.com.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Filmcommission Baden-Baden / Stadtmarketing Baden-Baden
Kinokontor / Moviac Kino, Baden-Baden
ARTE
SWR
Filmverband Südwest e.V.

22 Apr

Ergebnisse der Umfrage

Mitte März hat der Filmverband Südwest e.V. eine Umfrage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gestartet, um zu ermitteln wie schwer die hiesige Branche von der Corona Pandemie betroffen ist. Mittlerweile haben wir diese nicht repräsentative Umfrage von Dr. Oliver Langewitz, promovierter Soziologe mit empirischem Schwerpunkt, auswerten lassen, und dabei haben sich drei Kernpunkte herauskristallisiert:

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18 Mrz

Covid 19 befällt die Filmbranche.

Kaum ein Ereignis hat den Alltag der Menschheit so einschneidend umgekrempelt, wie die derzeitige Pandemie, Tschernobyl und 9/11 waren zwar medial mindestens genauso präsent, jedoch betrifft die Pandemie jeden Einzelnen und auf allen Kontinenten dieser Erde. Einschneidend ist der Virus auch für die Filmbranche – Sind wir doch darauf angewiesen, dass eine Vielzahl von Personen aus allen Ecken und Enden der Republik zu einem Zeitpunkt X an einem Ort Y sind…

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17 Mrz

Covid 19 – Statement des Filmverband Südwest eV

Keine Filmproduktion der Welt ist es wert Menschenleben dafür zu gefährden. 

Wir appellieren an alle Unternehmen sämtliche szenischen und werblichen Dreharbeiten und Vorproduktionen mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Der Filmverband Südwest e.V. fordert die Landesregierung gemäß der Corona-VO §1 (7) und § 7, sowie Gemeinden dazu auf, explizit Dreharbeiten zu untersagen und bereits ausgesprochene Drehgenehmigungen unverzüglich abzusagen. 

Filmproduktionen bedeuten, dass viele Personen aus allen Ecken der Republik zusammen kommen. In einer Zeit, in der Veranstaltungen und Versammlungen verboten werden, Ladengeschäfte geschlossen bleiben und das öffentliche Leben aufgrund des Infektionsschutzgesetz heruntergefahren werden soll, sind Dreharbeiten die nicht der Information der Bevölkerung dienen, unverantwortlich. 

Solange die Dreharbeiten nicht konkret, von offizieller Stelle untersagt werden, stehen die Verantwortlichen bei den Produktionsfirmen zwischen den Stühlen. Wer zahlt bei Absage oder Verschiebung der Dreharbeiten? Wer haftet für die entstehenden Kosten einer Absage? 

Aus diesem Grund sprechen wir uns für eine offizielle Erklärung seitens der Landesregierung bzw. ihrer untergeordneten Behörden und Gemeinden zum Verbot von Dreharbeiten aus. Nur so wird eine unnötige Gefährdung von Teammitglieder, Darsteller*innen, Kompars*innen und Dienstleistern vermieden, das Infektionsschutzgesetz durchgesetzt und zugleich sichert sie den Produktionsunternehmen eine Argumentationsgrundlage gegenüber Sender und Förderer. 

Eine eigenmächtige Einstellung der Dreharbeiten ist aus finanziellen Gründen den meisten Unter-nehmen nicht möglich, da dies nach aktuellem Stand (17.03.2020, 16:00 Uhr) zu finanziellen Ausfällen führen würde, die nicht aufgefangen werden können und somit zahlreiche Insolvenzen drohen. Nach unserer Einschätzung muss § 32 IfSG dafür dringend ausgeübt werden. 

Oberstes Bestreben der Bundesregierung und Landesregierungen muss es ein, die exponentielle Ausbreitung des Virus einzudämmen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. In anderen Ländern müssen Ärzte aufgrund zu weniger Beatmungskapazitäten über Leben und Tod entscheiden, diese Zustände gilt es unbedingt zu vermeiden. 

Aus diesem Grund fordern wir Sie auf eine entsprechende Verfügung zu erlassen und bitten diese Ihren Mitarbeitern der Ordnungsbehörden und der Filmcommissions zu kommunizieren, um eine weitere Ansteckungsgefahr zu verringern.

Mit freundlichen Grüßen 
Filmverband Südwest e.V. 

04 Okt

Filmmakers for Future – ein Interview mit den Initiatoren

Seit dieser Woche startet eine neue Initiative in der Branche durch: Filmmakers for Future – eine Unterstützergruppe der Fridays for Future Bewegung – auf ihrem Logo prangt eine große Filmrolle im Innern eine Globus. Die Aktion hat ein großes Echo in der Szene gefunden, nicht zuletzt auch durch das Engagement von Crew United,

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28 Jun

Freiburger Stammtisch mit neuem Ansprechpartner der Filmcommission.

Mit lauwarmen 35° Celsius empfing uns Freiburg zum mittlerweile vierten Filmstammtisch am Dreisamufer – der erste Stammtisch zusammen mit dem neuen Ansprechpartner der film commission freiburg schwarzwald Fabian Kiefer.

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