06 Mai

Tarifabschluss für 25.000 Filmschaffende

EINIGUNG IN DEN TARIFVERHANDLUNGEN
Nach fünf Monaten Verhandlungen gibt es nun einen neuen Tarifvertrag, der vor allem Verbesserungen bei den Arbeitszeiten beinhaltet. Nicht Teil des jetzt erzielten Tarifabschlusses sind indes Neuregelungen zur Erhöhung der Gagen. Hierüber soll ab September abschließend verhandelt werden, diese Gespräche sollen spätestens bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

https://beta.blickpunktfilm.de/details/459885?fbclid=IwAR1BpvyXzRAYaTKM2WdLAIBln89vicBwbaCV42N7np7cBpsBNOQGAf-aPVs

24 Apr

Die Kultur & Kreativwirtschaft in der Corona-Pandemie (Umfrageergebnis)

Promoting Creative Industries (PCI) & der Bundesverband Kreative Deutschland haben zu Beginn des Jahres zu einer Umfrage unter den Selbständigen in der Kultur und Kreativbranche aufgerufen.

Die Ergebnisse dieser Umfrage sind nun veröffentlicht und können eingesehen werden. Der Link zur vollständigen Auswertung findet ihr folgend. Hier eine Zusammenfassung:

  • 83% der Selbständigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft geben an, dass die Krise im Jahr 2020 sehr negative oder eher negative Auswirkungen auf ihre Selbständigkeit hatte.
  • Selbständige haben substantiell Rücklagen aufgezehrt.
  • Selbständige erwarten eine wirtschaftliche Erholung erst für das Jahr 2022.
  • Nur 14% der Selbständigen nutzte 2020 den Zugang zur Grundsicherung für Selbständige. 
  • Die Coronakrise war ein Booster für Kooperationen innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft und hat der Branche einen Digitalisierungsschub verliehen.
  • Gründer:innen blicken (noch) pessimistischer in die Zukunft und haben sich im vergangenen Jahr öfter eine abhängige Beschäftigung gesucht als Selbständige, die schon länger am Markt sind.
  • 52% der Selbständigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft sehen ihre wirtschaftliche Existenz stark oder sehr stark gefährdet.
  • Die meisten Selbständigen fordern einen Unternehmerlohn bzw. ein Grundeinkommen unabhängig vom Familieneinkommen, um ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern.
  • Der Kultur- und Kreativwirtschaft droht ein Braindrain.

Die vollständige Auswertung: https://www.kreative-deutschland.de/2021/03/19/selbstaendige-in-der-kultur-und-kreativwirtschaft-am-limit/

15 Apr

BW beteiligt sich am Ausfallfond I & II

Die Ernüchterung bei den Baden-Württemberger Filmschaffenden war groß, als im vergangenen Jahr die Ausfallfonds I & II der Bundes- und Landesregierungen vorgestellt wurden. Als eines der wenigen Bundesländer hatte es Baden-Württemberg nicht in das Feld der Finanzierer geschafft und somit waren die lokalen Produzent:innen auch nur zu Teilen berechtigt, Hilfeleistungen zu empfangen.

Neu: Ausfallfonds I und II für Kino- und Fernsehfilmproduktionen
Die coronabedingten Einschränkungen betreffen auch die Film- und Fernsehproduktionsfirmen in Baden-Württemberg, die klein- und mittelständisch geprägt sind. Sollte es zu pandemiebedingten Drehausfällen kommen, haften die üblichen Filmversicherungen nicht und es kann sehr schnell zu einer existenzbedrohenden Notlage kommen. Der Filmverband Südwest setzte sich hartnäckig dafür ein, dass Baden-Württemberg sich auch in den Fond einbringt und die Filmschaffenden bei der Politik Gehör finden.

Nach zähem Ringen war es nun Mitte März soweit:
„Baden-Württemberg beteiligt sich am Ausfallfonds I der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien für bundes- und ländergeförderte Kinofilme und High End-Serien mit bis zu einer Million Euro sowie am Ausfallfonds II der Länder für TV- und Streamingproduktionen mit bis zu vier Millionen Euro“, wurde von Staatssekretärin Petra Olschowski, der Kunststaatssekretärin in einer Pressemeldung verkündet.

In den Verhandlungen um den Ausfallfond setzte sich Olschowski nach eigenem Bekunden stark dafür ein, dass auch Animations- und VFX- Produktionen profitieren, die natürlich einen Schwerpunkt des regionalen Standortes ausmachen.

Auch die MFG Baden-Württemberg setzte sich beim Ministerium für die Filmschaffenden ein, Geschäftsführer Carl Bergengruen: „Das Risiko, dass Film- und TV-Produktionen in der derzeitigen Pandemie plötzlich abgebrochen werden müssen, ist allgegenwärtig, und die Folgen solcher Abbrüche sind für die Produktionsfirmen unkalkulierbar. Indem sich Baden-Württemberg an den Ausfallfonds beteiligt, schützt es seine Produktionsfirmen in dieser schwierigen Situation bestmöglich. Das ist ein wichtiges und sehr gutes Signal an die hiesige Branche.“

Die Finanzierung stammt zu Teilen aus dem Nothilfefond für Kunst und Kultur, aber auch vom Bund und den Sendern. Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des Südwestrundfunks (SWR) bekundete hierzu: „Der SWR steht voller Überzeugung hinter den Macherinnen und Machern von Film- und Fernsehproduktionen in Baden-Württemberg – besonders in Zeiten der Corona-Pandemie. Wir wollen den Produktionsfirmen durch diese schwierige Phase helfen. Baden-Württemberg braucht die vielfältige Produzentenlandschaft als Garant für Kreativität und Innovation. Daher beteiligen wir uns für den Fall von pandemiebedingten Drehausfällen am Corona-Ausfallfonds II und kommen so unserem Auftrag zur Kulturförderung nach.“

Das Warten, die Ungewissheit und die zähe Kommunikation haben den Filmschaffenden und vor allem den regionalen Produzent:innen einiges abverlangt. Jetzt ist Baden-Württemberg als Standort wieder auf Augenhöhe und das finanzielle Risiko der anstehenden Produktionen konnte umverteilt werden. Wie sich das aktuelle Jahr entwickeln wird, bleibt abzuwarten, einige Produktionen sind bereits im Land unterwegs. Hoffen wir, dass es den Ausfallfond nicht brauchen wird.

24 Nov

Filmschau BW & setUP media – dieses Jahr online

Angepasst an die aktuelle Situation, findet die Filmschau Baden-Württemberg und die Seminarreihe „setUP media“ in diesem Jahr online statt.

Tickets, sowohl für setUP media und die Filmschau erhaltet ihr hier: Zu den Tickets >>

Programm der Seminarreihe setUP media

Das gesamte Programm zur Seminarreihe findet ihr hier >>

21 Jul

Kooperation zwischen dem Filmverband Südwest e.V. und dem Filmverband Rhein-Neckar e.V.

Im Mai schloss der Filmverband Südwest e.V. (FVSW) einen Kooperationsvertrag mit dem Filmverband Rhein-Neckar (FVRN). Das gemeinsame Kernziel der Kooperation besteht darin, beide Film-Regionen zu stärken, Filmschaffende besser zu vernetzen und die Mitgliedschaft in beiden Verbänden zu fördern.

Verbandsmitglieder bezahlen im jeweils anderen Verband einen ermäßigten Mitgliedsbeitrag. Der Filmverband Südwest e.V. bedankt sich für die Zusammenarbeit und freut sich auf die gemeinsame Zukunft!